Dem Jojo-Effekt keine Chance lassen

Mittwoch, 20. April 2011 14:39


Viele Menschen, die sich ernsthaft mit dem Thema Abnehmen befasst haben und schon durch so manch eine Diät gelaufen sind, können sich das Phänomen des Jojo-Effektes nicht erklären. Wie kann es sein, das ein Begriff, der in unserer Gesellschaft mittlerweile ja bereits sehr verbreitet ist, nur so schwer in einen Hintergrund einzuordnen ist?! Der Großteil weiß zwar, das mit Jojo die Rückkehr zum alten, längst schon bekämpft geglaubten Übergewicht nach einer ausprobierten Diät gemeint ist. Aber warum der Bummerang plötzlich zurückkommt und uns die unerwünschten Pfunde wiederbeschert, obwohl man immer noch hungernd gegen die Verlockungen des Kühlschranks kämpft, können sich die Wenigsten erklären.

Auch die Wissenschaft tappte lange Zeit im Dunkeln. Forscher konnten zwar nachweisen, das durch häufige Jojo-Erfahrungen der Körper immer mehr Schaden davon trägt und sich die Lebenszeit dadurch verkürzen kann, doch wie man am Effektivsten dagegen ankämpft, konnte keiner ergründen. Immerhin einigte sich die Wissenschaft auf die Tatsache, das Abnehmen und das Halten des aktuellen Gewichts zwei ganz unterschiedlich zu handhabende Unterfangen darstellen. Was von außen betrachtet ählich aussieht, benötigt im Inneren ganz verschiedene Strategien zur Umsetzung.

Jetzt zeigte sich durch europäische Studien zu diesem Thema, das es durchaus Möglichkeiten gibt, dem Jojo-Effekt den Nährboden zu entziehen. Versuchsteulnehmer der Studie nahmen über einen längeren Zeitraum 11kg am und wurden nachfolgend bei ihrer weiteren Ernährung begleitet. Dabei kam herraus, das sich trotz einer durchweg gesunden Ernährungsweise kleine Unterschiede herrausbildeten, die im Endeffekt den Erfolg versprachen. Die Versuchsteilnehmer, die vergleichsweise viel Eiweiß und weniger leichte Kohlenhydrate zu sich nahmen, hatten am wenigsten mit dem Jojo-Phänomen zu kämpfen.

Durch diese gewonnen Ergebnisse lässt sich schnell das passende Rezept zur Vorbeugung ableiten: Diverse Vollkornprodukte zusammen mit viel gesundem Eiweiß und einer ausreichenden Menge Sport versprechen einen satten Bauch ohne Angst vor gesundheitlichen Schäden oder einem allzu schnellen Gewichtsaufbau – auf nimmer Wiedersehen, Jojo-Effekt!

Soziales Ansehen Übergewichtiger

Montag, 11. April 2011 13:41


Die New York Times berichtete kürzlich von einer Studie der Wissenschaftlerin Dr. Alexandra Brewis von der Arizona State University, in welcher Sie weltweit untersuchte, welches soziale Ansehen übergewichtige Menschen haben. Während der Studie wurden Menschen aus 10 ländern interviewt, darunter Neuseeland, England und Mexiko.

Ergebnis der Studie ist, dass Menschen mit Übergewicht weltweit als unästhetisch gesehen werden. Zudem wäre es sehr einfach, fettleibigen Menschen und Rauchern die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben, dass die Kosten für Krankenversicherung immer weiter steigen.

Beleibte Menschen sind ein leichtes Ziel für Schuldzuweisungen und Anfeindungen. Zudem zeigten bereits viele Studien, dass zum Beispiel beim Thema Jobsuche dem normalgewichtigen Bewerber viel eher der Zuschlag gegeben wird, als seinem übergewichtigen Konkurrenten bei gleicher Qualifikation.

Die Frage ist aber, in wieweit die Gesellschaft selbst Mitschuld daran trägt, dass das Problem des Übergewichts anhaltend steigt. Hier einige der Gedanken, die man sich zum Thema Übergewicht auch mal zur Abwechslung machen sollte:

Ist es sinnvoll die Hälfte der Supermarkt-Regale voller Kalorienbomben, Softdrinks, Chips und Süßigkeiten zu stopfen?

Wer beschwert sich darüber, dass es – nicht nur – in Fast Food Restaurants immer größere Portionen mit immer mehr Kalorien gibt?

Wer hat schon mal bemerkt, dass in Frauenzeitschriften oft die neuste Diät angepriesen wird, während weiter hinten die neusten und leckersten Rezepte abgedruckt sind?

Bisher interessiert sich kaum jemand für Schichtarbeiter, die auf Grund Ihres Arbeitsrhythmus an Übergewicht leiden.

Stress kann leicht mit Alkohol, Süßigkeiten und Wohlfühl-Essen vermindert werden. Das ganze schlägt sich allerdings auch direkt auf der Waage wieder.

Essen wird oft als Kompensation für emotionalen und körperlichen Schmerz benutzt.

Übergewicht kann außerdem von verschiedenen Medikamenten herrühren, was oft vernachlässigt wird.

Jeder, der schon einmal abwertend über eine übergewichtige Person gedacht hat, sollte daran denken, das auch wir mehr schlafen, mehr Sport treiben, mehr Gemüse essen, weniger Alkohol trinken und weniger vor unserem Computer sitzen sollten.

Vermeidung von Gicht durch die richtige Ernährung

Montag, 04. April 2011 13:26

Nicht nur genetische Faktoren spielen bei der Entstehung der Krankheit Gicht eine Rolle, sondern auch die Ernährungsweise, wie Dr. Dieter Genser erklärt. Übermäßiger Fleisch- und/oder Biergenuss sorgen für einen erhöhten Harnsäuregehalt im Blut, der zu Gicht – einer Purin-Stoffwechsel-Störung – führen können. Purine sind für den Zellaufbau von großer Bedeutung und werden im Körper zu Harnsäure abgebaut und schließlich durch die Nieren wieder ausgeschieden. Allerdings übersteigt der Purin-Spiegel im Blut bei Gicht einen Grenzwert des Harnsäuregehalts, so dass sich Salze an den Harnsäuren meistens in den Gelenken ablagern.

Durch die Ablagerungen schwellen die Gelenke an und es kommt häufig zu Schmerzen in eben diesen Bereichen. Daher sei es notwendig, sich angemessen zu ernähren, um der Gicht vorzubeugen. Nahrungsmittel mit hohem Purin-Anteil sollten in Maßen verzehrt werden. Dazu gehören rotes Fleisch, Thunfisch, Innereien und Sardellen. Ebenfalls mit Vorsicht zu genießen seien Krusten- und Schalentiere, Hefeprodukte und die Haut von Geflügel und Fisch.

Wer an Gicht erkrankt ist, könne durch die Ernährung den Krankheitsverlauf beeinflussen. So sollten Patienten ungefähr zwei Liter ungesüßte und alkoholfreie Flüssigkeit zu sich nehmen. Besonders ratsam seien Milchprodukte und ballaststoffreiche Lebensmittel. Ohne Bedenken können also Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Salat oder Getreideprodukte verzehrt werden.

Durchs Zusehen essen wir nicht gesünder

Samstag, 26. März 2011 11:49

Ernährung, Übergewicht, Gesundheit und Fitness sind Themen, die in unserer Gesellschaft oft und viel diskutiert werden. Und im Grunde weiß auch jeder, dass Übergewicht von ungesunder Ernährung und mangelnder Bewegung herrührt, aber trotz der Allgegenwart des Themas in den Medien scheinen die Verbraucher beratungsresistent zu sein. Der Ernährungswissenschaftler Florian J. Schweigert geht davon aus, dass zum Beispiel Kochsendungen, die Ratschläge zu gesunder Ernährung geben, keinen Einfluss auf das Essverhalten der Zuschauer hat.

Beim 48. wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sagte er weiterhin, dass man bei der Anzahl der Kochsendungen im deutschen Fernsehen eigentlich davon ausgehen können sollte, das dem aber leider nicht so sei.

Das Hauptaugenmerk des Kongresses lag dieses Jahr vor allem darauf, die Kommunikation über Ernährung zu verbessern und neue Strategien zur nachhaltigen Aufklärung für gesunde Ernährung zu entwickeln. Das große Problem sei, dass Menschen, die sich ihrer Gesundheit und Ernährung bewusst sind, eine Beratung nicht bräuchten, und dass Menschen, die sie bräuchten, diese nicht wahrnähmen.

Dabei hätten es die Deutschen dringend nötig, sich mit Ihrem Essverhalten auseinanderzusetzen. Vor alles die Ernährungsgewohnheiten der Jugendlichen lasse sehr zu wünschen übrig. Schweigert weist darauf hin, dass die Erkenntnisse über Ernährung zum Teil in der Praxis noch gar nicht angekommen seien. Ziel müsse es also sein, die Kommunikation zwischen Grundlagenforschung und der angewandten Forschung zu verbessern.

Inwieweit dies dazu führen wird, dass der Verbraucher besser über Zusatzstoffe etc. in den Nahrungsmitteln informiert wird, bleibt abzuwarten. Bis dahin gilt auf jeden Fall, dass man wohl selbst aktiv werden muss, wenn es darum geht, sich gesund zu ernähren.

Trinken gegen Übergewicht

Sonntag, 20. März 2011 10:21

Ergebnisse einer neuen Studie der Berliner Charité zeigen, dass die Aufnahme von genügend Wasser den Körper fit hält und Übergewicht vorbeugen kann. Die Studie wurde geleitet von Michael Boschmann am Franz-Vollhard-Centrum für Klinische Forschung.

Die Ergebnisse beruhen auf folgenden Tatsachen: sieben Frauen und sieben Männer tranken morgens auf nüchternen Magen einen halben Liter Wasser. Ihr Energieumsatz sei daraufhin um 30% für einen Zeitraum von 60-90 Minuten gestiegen. Ungerechnet bedeute dies einen zusätzlichen Energieverbrauch von 25 kcal. Je höher die Menge an Wasser, desto höher auch die Zahl der zusätzlich verbrauchten Kalorien. Bei einer Menge von 1,5-2 Litern Wasser liege der Verbrauch bereits bei 100 kcal.

Michael Boschmann erklärt dies so: die Aufnahme des Wassers führe dazu, dass sich das Blut im Körper kurzzeitig verdünne, worauf ein Reflex in der Leber ausgelöst wurde. Dieser wiederum aktiviere das sympathische Nervensystem, welches den menschlichen Körper auf physische und mentale Leistungen vorbereite und natürlich mit Energie versorgt werden müsse.

Die Wissenschaftler empfehlen daher, auch zwischen den Mahlzeiten Wasser zu trinken. Das kalorienverbrauchende Potential lasse sich zwar nicht unendlich steigern, aber der Körper brauche stetig Wasser. Daher sollte man im Winter mindestens eineinhalb und im Sommer zwischen zwei und drei Liter Wasser trinken.

Weniger Herzkrankheiten durch mediterrane Ernährung

Samstag, 12. März 2011 12:16

Die Harokopio-Universität in Athen weltweit zum ersten Mal den Einfluss von mediterraner Ernährungsweise auf den menschlichen Körper untersucht. Dabei kam heraus, dass die Lebensmittel, die in mediterranen Ländern häufig auf dem Tisch stehen das Risiko von Herzkrankheiten reduzieren.

Die Wissenschaftler der Athener Universität zogen diese Bilanz nachdem Sie 50 Studien, an denen ungefähr 500.000 Menschen teilnahmen, auswerteten und Ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Journal of The American College of Cardiologie“ veröffentlichten. Die mediterrane Ernährung zeichnet sich vor allem durch Lebensmittel wie Olivenöl, Gemüse, Vollkorn, Obst und Milchprodukte aus. Die in diesen Lebensmitteln enthaltenen ungesättigten Fettsäuren und der allgemein niedrigere Fettanteil in Fisch, Nüssen, Hülsenfrüchten und Geflügel würden dem metabolischen Syndrom entgegenwirken.

Dieses Syndrom ist vor allem in den westlichen Industriestaaten verbreitet und ist auch in Deutschland fast eine Volkskrankheit. Es zeichnet sich durch die gesundheitlich gefährliche Kombination aus schlechten Blutfettwerten, Diabetes, Fettleibigkeit und Bluthochdruck aus. Eine gesunde Ernährungsweise – wie etwa die mediterrane Ernährung – senkt das Risiko an solchen Krankheitsbildern zu erkranken.

Vermieden werden sollten also zu fette Nahrungsmittel und auch rotes Fleisch. Erstaunlicher Weise aber wird empfohlen zum Essen Alkohol zu trinken – in Maßen versteht sich.

Einfluss ungesunder Ernährung während der Schwangerschaft auf die Gesundheit des Kindes

Dienstag, 08. März 2011 11:42

Heute nur ein kurzer Beitrag zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft:

Da haben wir die nächste Studie, die uns zeigt, wie wichtig es ist, sich während der Schwangerschaft richtig zu ernähren und generell einen gesunden Lebenswandel zu pflegen. Denn Wissenschaftler an der University of Cambridge haben herausgefunden, dass die Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft Einfluss auf das Risiko späterer Diabetes-Erkrankung der Kinder hat.

Zumindest geht man davon aus, denn die Studie stützt sich auf Tierversuche, die mit Ratten durchgeführt wurden. Ungesunde Ernährung hat sich bei den Tierembryos negativ auf die Gene ausgewirkt und so das Risiko für Nierenversagen, Herzfehler und Diabetes erhöht. Diese Veranlagung kann sich dann über die folgenden Generationen weitervererben.

Zwänge von außen

Donnerstag, 03. März 2011 19:36

Da wir uns in den letzten Beiträgen relativ häufig mit dem Thema “emotionales Essen” beschäftigt haben, konnten wir nicht umhin auch in unserer unmittelbaren Umgebung festzustellen, dass Essen nicht nur von uns selbst, sondern auch von den Menschen in unserem Umfeld insrtumentalisiert wird.

Zum Beispiel lernen wir schon als Kind, dass man etwas Süßes bekommt, wenn man etwas gut oder richtig gemacht hat und ohne Nachtisch oder gar komplett ohne Abendessen ins Bett gehen muss, wenn man etwas ausgefressen hat. Eltern benutzen Essen dafür, ihre Kinder zu bestrafen oder zu loben. Kein Wunder also, dass wir diese Handlungsweisen ins Erwachsenen-Alter übernehmen.

Aber das eigene Handlungsschema zu unterbrechen, wenn es darum geht, nicht mehr bei Stress etc. zu essen, ist wesentlich leichter, als gegen das gleiche Phänomen bei anderen anzukämpfen. Oftmals ist eine Entschuldigung mit etwas Süßem begleitet. Lehnte man die Schokolade ab, hat es ungefähr das selbe Ausmaß wie die Entschuldigung an sich abzulehnen. Das käme quasi einem gesellschaftlichen Fauxpas gleich. Und wer jetzt denkt, dass hier übertrieben wird, dem sei gesagt, dass hier aus Erfahrung gesprochen wird.

Es ist also wichtig, gleichzeitig mit dem Kampf gegen die eigene Instrumentalisierung von Essen auch gegen das gleiche Phänomen bei Freunden und Bekannten anzugehen. Kommunikation spielt hier eine besonders wichtige Rolle, um Anderen nicht vor den Kopf zu stoßen.

Partnersuche bei Übergewicht

Montag, 28. Februar 2011 11:16

Was wir im Grunde alle schon wussten, wird jetzt erneut durch französische Forscher belegt:

1. Im Vergleich zu Normalgewichtigen Menschen, haben Menschen mit Übergewicht weniger Sexualpartner.

2. Übergewichtige Männer sind allerdings dennoch sexuell erfolgreicher als dicke Frauen, denn Männer haben immerhin einen Sexualpartner im Zeitraum eines Jahres. Übergewichtige Frauen können im selben Zeitraum nicht mal einen Sexualpartner verbuchen.

3. Je mehr Kilos man auf den Hüften hat, umso mehr sinkt die Wahrscheinlichkeit einen Partner zu finden.

Interessant ist außerdem, dass Männer mit Übergewicht häufiger zu Impotenz neigen als normalgewichtige Geschlechtsgenossen, während die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Schwangerschaft bei adipösen Frauen unter 30 vier mal höher ist als bei dünnen Frauen. Die Verhütung wird bei übergewichtigen Frauen also öfter vernachlässigt, fanden die französischen Forscher heraus.

Die Partnersuche bei dicken Menschen scheint also ungleich schwieriger zu sein als bei schlanken Menschen. Verständlicher Weise versuchen daher Viele ihr Glück im Internet, aber auch über die Erfolgschancen im Internet gibt es bereits Studien. Und diese besagen, dass eins der wichtigsten Kriterien bei der Partnersuche im Internet – Überraschung! – das Gewicht ist.

Da stellt sich doch die Frage, wie man denn überhaupt einen Partner finden soll, wenn man einige Kilos zu viel auf den Hüften hat. Wie schon in einem der letzten Beiträge behandelt wurde, ist ja der größte Feind der Diät das emotionale Essen. Wer aber wegen seines Gewichts keinen Partner findet und womöglich viel Geld im Internet für Dating- und Matching-Seiten ausgibt ohne Erfolg zu haben, ist nachvollziehbarer Weise gefrustet – aus dem Frust und der Einsamkeit folgt emotionales Essen – aus dem Essen folgt Übergewicht.

Diesen Kreislauf gilt es zu durchbrechen. Ansetzen kann man dabei neben dem Kampf gegen die Kilos auch in anderen Bereichen. Wer sich auf Dating-Seiten anmeldet, Geld dafür bezahlt, aber erfolglos ist, sollte sich auf der Seite partnersuche-kostenlos.de umsehen. Diese Seite vereint viele Informationen und Tipps für die kostenlose Partnersuche online. Dort findet man Links zu kostenlosen Partnerbörsen und Tipps zum kennenlernen für Männer und Frauen.

Go for it!!

Live longer – mit ballaststoffreicher Ernährung

Mittwoch, 23. Februar 2011 13:12

Weizenprodukte haben ohnehin schon einen ziemlich schlechten Ruf. Immerhin kann eine Toastbrot-Scheibe zum Großteil nur sogenannte leere Kohlenhydrate bieten. Das heißt, dass Toast, das ja aus Weißmehl gemacht wird, aus einfachen statt aus mehrkettigen Kohlenhydraten besteht. Der Körper benötigt weniger Zeit, diese Art der Kohlenhydrate zu verbrauchen, und man hat schneller wieder Hunger. Der Blutzuckerspiegel geht schneller wieder in den Keller. Ganz abgesehen davon hat Weißmehl auch wesentlich weniger Nährstoffe als Vollkornprodukte.

Aber jetzt gibt es einen weiteren Grund, um auf Vollkorn umzusatteln – sollten die oben genannten nicht ausgereicht haben: Forscher in den USA haben herausgefunden, dass die Ballaststoffe in Vollkornprodukten ein längeres Leben verheißen. Das Risiko von Herzkreislauferkrankungen sinke deutlich. Außerdem würde auch das Risiko von Krebserkrankungen bei Männern sinken.

Unter Rückgriff auf eine weitere Studie konnten Sie Wissenschaftler auf 388.000 Teilnehmer zurückgreifen. Mitte der neunziger Jahre gaben die damals 50 bis 71 Jährigen Auskunft über die Art und Weise Ihrer Ernährung. Danach wurden Sie in fünf verschiedene Gruppen eingeteilt, die den Ballaststoffkonsum zu Grunde liegen hatten.

Die Teilnehmer wurden ungefähr neun Jahre lang beobachtet. In diesem Zeitraum starben ca. 31.000 der Probanden. In der Gruppe, die sich am ballaststoffreichsten ernährte, waren deutlich weniger Todesfälle zu verzeichnen. Das Risiko in dieser Zeit zu sterben lag bei dieser Gruppe um 22% niedriger, als bei den Teilnehmern der ballaststoffärmsten Ernährung.

Erstaunlicher Weise blieb der gesundheitsfördernde Faktor der ballaststoffreichen Ernährung auch dann bestehen, wenn man andere Faktoren berücksichtigt. Die Gruppe der ballaststoffreichsten Ernährung lebte generell am gesündesten – sie rauchten weniger, tranken weniger Alkohol und trieben mehr Sport. Nach dem herausrechnen dieser Faktoren, stellten sich Ballaststoffe immer noch als gesundheitsfördernd heraus.